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04.08.2018 erstellt von: Martin Kolb


Alpentour 2018: Etappe 7

Alpencross: Etappe 7 (1)

Baden ist schön.

In der Nacht gab es Gewitter mit Regen. Nachts ist das egal.
Gestern merkte ich, meine Bremsbeläge sind ab und der Druck ist mies. Wollte das noch mit Christian machen, ging nur heute früh. Dummerweise hatten wir beide kein richtiges Werkzeug, erst mit Norberts Ersatzkiste klappte es. Konnten Öl in die Bremse machen und entlüften. Interessant, aber aufwendig. Gut, daß er alles dabei hatte. Aber so richtig gut war es nicht, konnte den Hebel noch durchdrücken.
Schnell noch zwischendurch gefrühstückt.


Helmut und ich sind wieder als 2. Gruppe weg, gegen 8:35 Uhr.
Es ging wie üblich erstmal aufwärts, so am Kamm entlang. War nett zu fahren, mehr im Wald, wenig Sicht. Also eher strampeln angesagt. Bei Ranzo gab es einen Blick ins Tal.
Stellte nun fest, mußte bei meiner Bremse öfters drücken, dann ging es etwas. Helmut drehte noch etwas am Rädchen, dann war es gut und ich konnte die geplante Etappe fahren (wäre ansonsten über Dro/Arco im Tal nach Riva). Nach Ranzo gab es einen Trail, war ok. Im Tal ging es durch eine kleine Allee (Zypressen ?) und wir mußten die Straße zum Castel Toblino queren. Keine leichte Aufgabe, wenn permanent Autos kommen und diese einfach durchheizen.
Das Castel haben wir uns angeschaut, aber um 10 Uhr war uns das zu früh.
Also weiter, auf einem Rad/Gehweg links der Straße.
Bei Sarche war der Toblino-See zu Ende und wir fuhren wieder ins Tal, am nächsten Berg entlang. Leider mußten wir 4 Kehren auf der Straße fahren, bevor es zu einem Radweg ging. Der ging außerhalb des Berges entlang, die Autos mußten durch die Tunnel. Das war angenehmer, vor allem schön leicht zu fahren (geteert).
Nach einigen km waren wieder Straße und Radweg parallel, dann ging es sogar auf die Straße. Autos und vor allem Motorradfahrer sind rücksichtslos und totale Egoisten (drehen Motoren extra auf).
Glücklicherweise war das nur ein kleines Stück und wir fuhren seitlich am Berg hoch. War ein guter Weg, allerdings permanentes Strampeln.
Auf der Hochebene ging es durch kleine Ortschaften (Poia, Comano, Lundo). Leider gab es nirgends eine Einkehrmöglichkeit.
Lundo kam mir bekannt vor. Da gab es einen Platz mit Spielplatz, da bin ich schon mal durch. Dann kamen Vorahnungen, die sich bestätigten. Steile Betonrampen.
Wir ließen noch einen Jeep vorbei (der sich auch schon quälte). 2 Betonrampen schaffte ich, bei 2 weiteren ging es nicht mehr: zu steil, zu lange.
Der weitere Weg war geschottert, aber irgendwie hörte der Berg nicht auf. Immer weiter aufwärts. Unser Profil (vom PDF) war nicht so ganz korrekt. Das nächste Mal, muß ich vom zugesandten Track das Profil berechnen lassen.
Irgendwann kamen wir oben an, verbrauchten quasi das letzte Wasser und fanden keine Einkehr. Aber bei der nächsten Abfahrt (ging so), gab es einen Brunnen. Alle Flaschen aufgefüllt, die Chance genutzt (später fanden wir nichts mehr).
Wir kamen an einem Aussichtspunkt an, ein schöner Blick auf Riva und den Gardasee.
Jetzt wird es nicht mehr lange dauert. Verschätzt. Der Horror begann noch. Es ging am Hang entlang runter, quasi nur schieben. Dann gab es noch ein Schild: Radfahren verboten. Aber wir mussten hier entlang. Der ganze Weg kostete uns locker noch rund 1 1/2 Stunden. Für Trail- und Downhillfahrer wäre das ein Genuss, für uns weniger. Wir versuchten den Track entlang zu fahren, aber irgendwie ging der Weg dann nach Arco. Wir waren froh, hauptsache normal fahren. Riva und der Gardasee waren leicht zu finden. Gegen 15 Uhr waren wir in den Obstplantagen in der Nähe vom Hotel.
Erst ging es zum See, wir wollten ein Eis essen. Das machten wir und es war lecker.
Auf dem Weg zum Hotel machten wir bei Lidl halt und holten Getränke für die Rückfahrt morgen.
16:45 Uhr, wir waren Hotel. Geschafft. Der Alpencross ist geschafft.
Schnell noch Rad geparkt, Koffer ins Zimmer und mit der Badehose runter ins Schwimmbad. Die 4er-Gruppe war bereits drin ...

Um 19:15 Uhr war allgemeines Treffen mit den anderen Gruppen und es ging in eine nahe gelegene Pizzeria. Das Essen war gut, saßen draussen und es war schön.
Gegen 22 Uhr kamen allerdings kleine Gewitter-Blitze. Diese nahmen zu. Also zahlen und zurück.
Kaum waren wir im Zimmer, fing der starke Regen an.
Im Zimmer hatten wir eine Klimaanlage. War zwar mal nett, nicht so zu schwitzen, aber das Gebrumme war schon blöde. Außerdem war es doch etwas zu frisch.

Etappe 7: Nembia-See - Riva (finisch)

GPS: 56 km, 1247 hm, 6:26 h

Temperatur: morgens 17 Grad, ca. 33 Grad in Riva

Abfahrt: 8:35 Uhr
Ankunft: 15 Uhr in Riva, 16:45 Uhr im Hotel (nach Eis essen)




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