Alpencross 2016: Etappe 5 Cortina - Alleghe

Der gestrige Abend war schwierig mit der Essenssuche. Die Unterkunft bot nichts an, das 200m nahegelegene Restaurant hatte Ruhetag. Außerdem war das Hotel direkt an der Hauptstraße. Wir waren für die Essenssuche länger fußmäßig unterwegs, vor allem weil unsere Shopping-Queen wieder einen Bikeladen entdeckte.
Die Pizzeria war recht teuer, alle aßen dann Pizza oder Suppe.

Mit Andreas teilte ich das Zimmer, soweit nett. Ein Doppelbett ist für einen Alpencrosser mal ok, aber eine Doppeldecke ist schon bei Männern doof.

Die Wettervorhersage für heute war für mittags schlechter, also wurde ein früher Start geplant. Wir hatten Glück, daß wir doch schon um 7:30 statt 8 Uhr zum Frühstück konnten. Andere Biker waren bereits vor uns da.
Wir schafften es, viel früher loszufahren.

Es ging durch Cortina, soll wohl eine bekannte Wintersport-Stelle sein. Mancher kennt es, ich nicht.
Vor einer schönen Kirche ging es in einen kleinen Weg, direkt am Bach. Erstmal 3-4 km abwärts, angenehm.
Nun kam kleinen Zwischenhügel, bis doch die starken Antiege kamen. Wir sollten rund 1100 hm nur aufwärts gehen. Die erste Hälfte war gut geteert, aber teilweise 13-15 % Anstieg, also ständig schön knackig. Gelegentlich kam ein Jeep vorbei, also mußte es oberhalb eine Alm oder Hütte geben.
Auf halber Höhe begann es mit leichtem Regen. Wir paßten uns an, fuhren aber weiter. Dann kam eine Hütte mit Einkehrmöglichkeit. Wegen dem nun starken Regen nutzten wir diese Gelegenheit und machten Rast. Die Entscheidung war gut, es gewitterte nahezu direkt über uns, der Regen war sehr stark.
Nach rund 30-40 min fuhren wir weiter aufwärts, aber nun war alles geschottert. Wegen dem anhaltenden Regen war es aber nicht ganz so einfach.
Nach 1 km kam eine weitere Hütte, wir sammelten uns und es ging weiter. Der Regen ließ aber nach, die Wolken/Nebel gingen weg und wir hatten schon schöne Ausblicke auf die hohen Berge.
Der Weg wurde zwar schmäler, aber bei ca. 1-1.5 m Breite war der Weg sogar gut geschottert. Bei ca. 2277 m hatten wir ein Joch erreicht, aber es ging noch hoch auf rund 2325 m, seitlich am Berg. Die Bergspitze sah wie eine Zinne aus 3-Zinnen aus.
So nach uns nach wechselten wir die Kleider und es ging abwärts.
Der Weg war nun aber nicht mehr so gut, eher viel Matsch. Sogar Andreas und Torsten haben die Räder viel geschoben, eine Seltenheit.
So nach und nach merkte ich den Matsch am Rad. Die Räder waren nur noch slick, kein Profil erkennbar. Der Matsch nahm zu und ich mußte dann mehrfach das Rad vom Matsch befreien.
Die anderen waren weit vorhaus, nur Helmut wartete. Er half mir sogar, einen Stein rauszuschlagen, der nähe Bremsscheibe war. Sehr ungünstig.
Die Kette war schon braun vom Matsch.
Ich rollte erstmal so weiter, trat nicht in die Pedale. Wollte die verschmutzte Kette schonen. Bei 1722 m war eine Einkehr, dort warteten die Anderen. Ich fragte nach Kettenöl, aber keiner hatte etwas. Bei den anderen war der Matsch nicht so tragisch gewesen, die Räder waren nun allgemein dreckig.
Die Weiterfahrt ging auf guten Schotterwegen weiter, schön abwärts. Dabei löste sich viel Dreck, sehr gut.
Nun kamen wir auf eine Straße, leider waren dort wieder einige verrückte Motorräder unterwegs.
Der kleine Anstieg war schnell geschafft, es kam wieder ein abgelegener Schotterweg zu einer Alm. Dort waren mal keine Kühe, sondern Ziegen.
Der Weg wurde schmäler aber war gut. Anfangs flach, dann mal kleine heftige Rampen. Andreas und Helmut schoben vor mir, ich nahm Anlauf und kam die kleine Rampe hoch. Torsten machte es mir nach.
Die nächste Rampe besiegte uns aber alle, so daß wir dann doch dem Berg den Sieg überließen. Auf einer Plattform war eine Bank für Helmut und ein Hinkelstein. Den stellte bestimmt Obelix mal hin.
Gleich waren wir beim letzten höheren Punkt angekommen und wir hatten schöne Abfahrten. Mal Wiese, mal Schotter, Trails, an kleinen Höfen entlang, bis Alleghe. Die Trails waren toll. Die Sicht unterwegs auf den See war schon eine Belohnung. Wir dachten ja morgen nicht mehr daran, daß wir trocken ankämen.

Um 16:21 Uhr waren wir am Hotel, konnten die Räder waschen. Wie neu konnten wir diese in der Garage abstellen.
Innen sieht alles sehr urig aus, müssen uns in englisch verständigen.
Wäscheservice gibt es auch, Abendessen mit Halbpension ist auch gleich gebucht. Auf dem Zimmer haben wir kostenloses WLAN. Das Zimmer ist recht klein, aber ok. Die Dusche ist heiß. Der einzige Wehrmutstropfen: Direkt an der Hauptstraße mit Dauerverkehr. Schade.

Das Abendessen und der abendliche Service waren super gewesen. Es gab Nudeln oder Lasagne, dann für jeden Schweinehaxen auf ital. Art. Der Kellner war 20 Jahre in Deutschland und konnte gut deutsch. War sogar sehr nett und lustig.

Die Nacht war der eher Horror: Erstmal 2 Stunden ein Dauerbrummen. Dann nur Autolärm draussen. Dürfte kaum geschlafen haben.




Distanzen:
37 km, 5:55 h, 1696 hm

Zeiten:
Start in Cortina: 8:25 Uhr
Ankunft in Alleghe: 16:21 Uhr

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