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31.07.2017 erstellt von: Martin Kolb


31.07.2017, 2. Tag der Rundreise

2017 Alpentour, Tag 3 (1)

Heute teilt sich die Gruppe, war vorab schon soweit abgestimmt.
Team Thomas,Helmut und ich fahren die Tour 2b, d. h. rund 1300 hm, über Val Mora. Soll sehr schön sein. Team Andreas, Jörg und Matthias fahren die abgespekte Tour 2a, d. h. sie nehmen einen Shuttle-Service bis zum Umbrailpass und dann die Trails fahren.


Auf jeden Fall klingelt mein Wecker um 7 Uhr, Andreas war davon vollauf begeistert. Das ist die Revanche für sein Schnarchen. Ich gehe dann zum Frühstück um 7:30 Uhr, Helmut ist schon da. Thomas kam auch gleich, sogar Andreas war bald da. Auch Jörg gesellte sich dazu, nur Matthias schlief aus, weil deren Shuttle später abfährt. Der Wäscheservice paßte auch, alles war gewaschen gewesen.
Mein Team startet um 8:55 Uhr, also zeitlich gut passend. Der Start war bei rund 1370 m. Dann ging es rund 2-3 km an der Straße entlang, dann links in den Berg. Nun hatten wir rund 900 hm am Stück zu kurbeln, kurbeln und kurbeln. Hatte ich schon kurbeln erwähnt ? Es war fahrbar, auch wenn Thomas öfters mal andere Varianten ausnutzte. Bei ca. 1770 m kam von rechts ein anderer Weg aus dem Tal und von dort kamen auch viele andere Radfahrer, nochmals mehr als bisher auf unserem Weg. Wir sahen auch viel sehr schnell fahren, natürlich unterstützt durch rund zusätzliche 250 W, Raddoping. Immerhin mußte diese auch etwas treten, auch wenn die Unterstützung schon massiv war. Da konnten wir natürlich nicht mithalten.
Immerhin konnte ich alles fahren. Wir warteten öfters, bis wir wieder zusammenwaren, damit wir nicht zu sehr auseinander fuhren. Die Wartestellen waren überwiegend schöne Aussichtsstellen, denn das Val Mora hatte enorm viel zu bieten. Die Aussichten: 1 a.
Die Höhepunkt war bei rund 2250 m. Dort erlebten wir ein Deja Vu. Diese Stelle war uns sehr bekannt, wir waren dort schon einmal gewesen. Ich hatte vorher im wäldlichen Bereich schonmal gedacht, daß der Weg etwas bekannt sei. Dort oben, mit dem kleinen Brunnen und einer kleinen Anhebung erinnerte uns an eine Etappe von Go Grazy. Konnte das sein ?
Es ging nun abwärts, ein traumhafter Ausblick. Wir ließen die Räder rollen, aber nicht zu schnell, denn der Ausblick mußte richtig aufgesaugt werden. Traumhafter Ausblick auf die Bergspitzen mit Wasserfällen, Bächen und der allgemein kahlen Gegend. Die Baumgrenze ist bei rund 2000/2100 m, wir waren etwas drüber. Die Wolken waren sehr gering, die Aussicht weit.
Nun kamen wir an eine Weggabelung, der wir links folgen mußten. Nun hatte sich das Deja Vu bestätigt, wir sind da schon einmal entlang gefahren. Damals fuhren wir rechts, weil wir eine spezielle Trailempfehlung erhielten, jetzt aber der ursprüngliche Weg links.
Es gab immer wieder kleine Absperrungen, aber für die Radfahrer gab es einen kleinen Metallrost als Übergang. Bei ersten wurde geschoben, dann aber immer gefahren. Mußte ja erstmal getestet werden. Wir trafen immer wieder andere Biker, die uns überholten, die wir wieder überholten. Jeder machte mal Pause und genoß die Gegend. Wir fuhren über Felsentrails, aber nichts verblockt, sehr flowig. Ich konnte alles fahren und es machte richtig Spaß. Lediglich an 2-3 kleinen Minirampen mußte ich mal 2-3 m schieben, weil ich mich verschaltet hatte oder nicht eingeklickt hatte. Da bekam ich keine Kraft auf die Pedale. Das war aber nicht tragisch.
Wir kamen ins Tal, natürlich mehr und mehr Bäume. Am Ende sogar ein kleiner Wald. In einer kleinen Lichtung lagen auf einmal rund 7-8 Biker einfach so da und ruhten sich aus. Relaxen oder neudeutsch: chillen.
Jetzt wurde die Gegend etwas kahler, aber das kam wohl von früheren Murenabgängen, die bis zu den Seen reichten. Diese kamen nun, bei rund 1950 m. Es war der Passo die Fraele. Wir trafen 3 Biker, die wir schon mehrfach überholten bzw. uns überholten. Wir kamen ins Gespräch, bezügl. Einkehr, wegen der Murenabgänge der letzten Tage und der Weiterfahrt: In 2,5 km Entfernung, sollte es ein Restaurant geben, die Uinaschlucht sollte noch rund 2 Wochen gesperrt sein, dto. der Weg nach S-Carl, unser weiterer Weg wäre wohl gut zu fahren.
Also, erstmal 2,5 km weiter zur Rast, traurig über Uina-Schlucht und die Weiterfahrt auf dem Weg klang gut.
Wir mußte nur 2 km Umfang fahren und kamen zu einer „Bar“, so stand es dort. Wir saßen draussen, bei schönstem Wetter und ließen es uns bei Gemüsesuppe und Pasta gutgehen. Wir fuhren die 2 km zurück auf unseren Weg und strampelten hoch. Es ging auf rund 2300 m, im Grunde alles gut fahrbar, manche nutzten wieder alternative Fortbewegungen. Die Abfahrt ins Tal war einfach, auf breiten Schotterwegen. Es kamen auch viele Biker in dieser schönen Landschaft entgegen. Bei rund 1900 m war der Lago die Livigno zu sehen. Am Bergende war eine Einkehrmöglichkeit, aber durch viele Tagesausflüger überfüllt. Das schreckte mich eher ab, also weiter nach Livignio. Der Weg war recht eben, aber durch diese Tagsausflüger überfüllt. Dann standen Leute mit ihren Hund herum, die Leine über den Weg und hören nicht mal eine Bimmel.
Aber wir kamen weiter, nochmals im Ort 100 m hoch zum Hotel.
Geschafft, um 16 Uhr waren wir da. Kurz einchecken, deutsch und englisch, Tüte für den Wäscheservice erhalten, Räder saubergemacht und abgestellt und aufs Zimmer gegangen. Helmut hatte noch die Idee für das Schwimmbad. Schön, dort war ich dann schon um 16:30 Uhr drin gewesen. Nun etwas relaxen und einfach den Urlaub geniessen.
Gegen 18:30 kam das 2. Team an, wir tranken noch etwas auf der Terasse, bevor es gegen 19:30 Uhr zum Abendessen ging.
Zeiten:
Start: 8:55 Uhr
Ankunft: 16:00 Uhr
Schwimmbad: 16:30 Uhr
Abendessen: 19:30 Uhr
Tacho:
44 km, 4:25 h, 1337 hm, 831 tm
GPS:
44 km, 4:36 h, 1340 hm




Bildergalerie

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