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03.08.2017 erstellt von: Martin Kolb


03.08.2017, 1. Tag der Nauderstouren: Plamortrunde

2017 Alpentour, Tag 6 (1)

Die 3-Ländertour ist soweit erfolgreich geschafft, jetzt kommen die Sternfahrten, also lokale Touren rund um Nauders.
Das Team MTB (Helmut, Thomas und ich) waren gegen 7:30 Uhr beim Frühstück. Es war wieder ausgiebig und gut. Wir sahen sogar Honig in Waben, aber leider zu spät. Versuche ich dann morgen einmal.


Gegen 9:20 Uhr sind wir als MTB-Team los, die Plamortrunde. Sollen rund 1000 hm werden. Helmut will eine Alm ansteuern.
Die Tour begann bei uns in Nauders, es ging gleich mal aufwärts. Am Ortlerblick verließen wir Nauders, auf guten Schotterwegen. Wir hatten Zeit, daher machten wir öfters auf einer Bank eine Rast und genossen die Ausblick und kamen wieder zusammen. In einem Seitenteil ging es weiter aufwärts, anfangs noch gut zu fahren, aber steil. Dann blieb der Steilegrad, aber der Schotter rutschte weg. Dann mußte ich auch mal schieben. Wir sahen öfters Hinweise auf die Goldsee-Alm, die Helmut regelrecht anfixierte. Also verließen wir den Track, als wir auf einen frischen Weg trafen. Im unteren Bereich wurde noch gearbeitet, die sahen Walzen herumfahren. Also strebte vor allem Helmut aufwärts. Wir sahen eine Baustelle einer Talstation und trafen andere Biker. Einer mit einem Nauders-Shirt, meinte, wir könnten obenrum fahren, müssten keine 250 hm vernichten. Also taten wir es. Die Erklärungen waren aber etwas mager, die Darstellung im Navi auch nicht so ideal.
Wir haben es aber doch probiert, an der Baustelle durch und vorbei, unter der Seilbahn durch. Nun überlegten wir, hier rechts den Weg oder weiter oben ? Beim unteren Weg sah es aus, daß wir auf den bekannten Track kämen, beim oberen Weg sahen wir Arbeiter incl. Absperrung. Also, testen wir erstmal den unteren Weg. Nach 100 m erinnern wir uns an Sulden: Der Weg ist versperrt durch Baumstämme. Aber das hält uns nicht auf, wir klettern darüber. Es geht weiter, leider wieder nur 100 m. Dann merken wir: Hier geht es nicht weiter, da geht es steil runter, nicht mal wandern, kein Weg.
Also zurück, wieder über die Baumstämme und den oberen Weg versucht. Alternativ wäre immer noch die Petaalm. Da kommt aber ein Forstarbeiter und wir fragen, ob er uns durchläßt, waren nur ca. 20 m Forstarbeiten, dafür heftig mit Baggern und Seilbahnen. Wir dürfen durch, also schnell vorbei. Interessant war, wie die gefällten Bäume von unten mit Seilliften hochgezogen und oben von einem Bagger mit Harvaster-Funktionen den Baum begradigten und ruck-zuck in kleine Holzstämme schnitten. Erinnerte uns immer irgendwie an Terminator.
Es ging weiter, der Weg war gut zu fahren. Wir sahen kleine Kälbchen, erinnerten uns ans das zwarte Kalbfleisch beim Abendessen, das sooo lecker war. Bei der Weiterfahrt kamen wir auf unseren geplanten Weg, immer noch gut zu fahren. Bei über 2000 m kamen wir bei der Stieralm an. Eine schöne modernisierte Alm, aber auf alt getrimmt, wie man es für diese Region erwartet. Bei dem schönen Wetter saßen wir draussen. Die Alm war super auf Biker eingestellt, es gab schöne Halter, um das Rad per Sattel aufzuhängen. Vorbildlich. Das Personal war sehr lustig, die Mädels klopften sich auf das Hinterteil, auf Rückfrage durfte ich mich leider nicht beteiligen. Schade.
Ein Sonnenplatz lockte uns an und wir bestellten Suppe bzw. Preisselbergschmarn, quasi Kaiserschmarn mit Preisselbeeren. War lecker und ergänzte den super schönen Blick.
Auf Rückfrage erfuhr ich, das war hier mal ein Stall für Stiere, wurde vor rund 2 Jahren umgebaut, der Kern blieb erhalten, aber Küche, Terasse, etc. alles neu gemacht.
Nach der Pause war es nicht mehr sehr weit bis nach oben, ca. 80-100 hm.
Endlich ein langer Abstieg, über einen Trail 102 (xxxx). Das war ein blau markierter Weg, recht flowig, nur wenige blockierende Steine. Es folgten alte Panzersperren, für welche Zeit diese waren konnten wir nicht sehen, müsste man recherchieren. Radfahrer konnte man nicht aufhalten, wir kamen mit den Bikes locker durch. Allerdings sahen wir ein Maschinengewehrstellung in 100 m Entfernung. Das hätte im Ernstfall uns auch geschafft.
Der weitere Weg ging eher über Wiese und wir sahen das Ortlermassiv, überwiegend mit Schnee bedeckt. Leider war Wetter nicht perfekt. Es war warm und trocken, aber es gab genügend Wolken. Für das Auge war er Ortler gut zu sehen, für die Kamera nicht ganz so gut. Eine kleiner See war zu sehen, dürfte der xxx sein. Der Reschensee war unter der Horizont des Berges und noch nicht zu sehen. Da mußten wir nochmals weitere 100 m vor. Natürlich taten wir uns und wow, was für ein Ausblick: Ortlermassiv im Hintergrund, Berge rechts und links und dann der xxx-See und der Reschensee. Wunderbar. Bei einer Sightseeingstelle machten wir Bilder und Videos und gönnten uns den Ausblick.
Unser Weg ging rechts weiter, direkt an Pferden vorbei. Wir waren vorsichtig, hinter dem Pferd wollte keiner vorbei, sischer is sischer. Das Pferde verstand unsere Demut und ging zur Seite, dafür stellte es sich hin und ließ viel fallen. Gut, daß die Kamera gerade ausging, das mußte man nicht aufnehmen, es reicht schon der Gedanke daran, vom Duft abgesehen. Viel Spaß beim Gedankenspiel.
Nach einigen hundert Metern gab es eine Infotafel über Bunkerstellungen, leider sahen wir keine. Entweder waren wir blind oder diese waren gut getarnt oder schon weg.
Auf jeden fall fuhren wir weiter und kamen zum Abzweig Bunkertrail oder Schotterweg. Wir teilten uns auf, Helmut und Thomas fuhren den Bunkertrail, war ein roter Trail, Nummer 101. Er wäre anspruchsvoll gewesen, öfters mal absteigen.
Ich fuhr den Schotterweg und war etwas früher am Treffpunkt in Reschen, an der Kirche. Es stellte sich heraus, das war eine gute Entscheidung, weil so eine Kirche ist gut sichtbar.
Weil ich früher da war, hatte ich Zeit mir die Geschichte von Reschen an der Kirche durchzulesen und Fotos zu machen.
Helmut und Thomas kamen rund 15 min später auch an, kamen weiter hinten in Reschen an, aber die Kirche war gut sichtbar, entsprechend leicht zu finden.
Wir fuhren runter zum Reschensee, rund 100 m entfernt, aber nicht gleich zurück nach Nauders, sondern in die Gegenrichtung in der Hoffnung auf eine Eisdiele. Nach wenigen hundert Metern wurden wir belohnt, draussen stand „Erdbeeren mit Vanilleeis“. Somit war das geklärt, ich bekam mein Eis. Das war mein Wunsch gewesen. Wir saßen alle Richtung Seeblick, direkt am Radweg. Es gab dort viel zu sehen: hübsche Frauen, Radfahrer, Schulklasse auf dem Rad und auch Andere (ja, ich gebe schon 1 Euro in die Lästerkasse). Beim Bezahlen fragte ich, ob wir in Südtirol seien. Wurde uns bestätigt. Naja, wir sind über die grüne Grenze, aber es gab nirgends Hinweise. Lediglich bei der Geschichtstafel war das herauszulesen. Da die Südtiroler auch deutsch reden und die Plakate auch in deutsch die Speisen anboten, wie soll man da erkennen, daß man im Grunde bereits in Italien ist ?
Helmut war es noch zu früh, er wollte noch etwas fahren. Thomas und ich fuhren nur nach Nauders. Der Weg ging abwärts auf guten Wegen. Der Radweg führte an der alten Grenzstation vorbei, dort warne auch endlich Hinweise für uns: Auf Wiedersehen in Südtirol; Wilkommmen in Österreich, etc.
Als wir loswollten, kam eine kleine Frauengruppe auf dem Rad, richtig flott. Ließen wir aber erstmal vorbei. Thomas war auf einmal so motiviert, konnte richtig flott hinterher. Nun kennen wir auch seine Motivatoren … -innen. E-Bikes sind aber gut in der Auffahrt, aber bei der Abfahrt auf guten Wegen, konnten wir locker mithalten. Also, irgendwann doch vorbei und nach Nauders.
Gegen 16:15 Uhr waren wir im Hotel: Kuchen !!! Erstmal die Räder eingekellert, dann den Kuchen geplündert. Naja, bei Kaiserschmarn und einem Eis, war nur noch Platz für 1 Stück Zwetschgenkuchen. Nach dem Schwätzen ging es aufs Zimmer. Ich nutzte die frühe Zeit und zog der Haus-Bademantel an und ging zum Schwimmbad. Wie Jörg bereits berichtet, sind dort viele Kinder und es ist laut. Egal, ich wollte es probieren und bin mal kurz rein. Länder als 3-4 Minuten war ich aber nicht drin, bin wieder raus, war doch zu laut.
Zeiten:
Abfahrt: 9:20 Uhr
Ankunft: 16:15 Uhr
Tacho: 29 km, 824 tm
GPS: 29 km, 872 hm, 3:30 h




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