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10.02.2013 erstellt von: Martin Kolb


Leserbrief: Radfahrer strenger ahnden

Das war ein Satz, den man zuletzt viel in der Presse gelesen hat. Radfahrer sollen strenger bestraft werden, wenn diese auf dem Gehweg oder auf der falschen Seite einer Straße fahren, wenn diese nachts ohne Licht unterwegs sind oder bei rot über die Ampel fahren.
Zugegeben, nachts ohne Licht zu fahren, bei rot über die Ampel, das muß wirklich geahndet werden. Aber nicht nur Radfahrer. Autofahrer auch. Ich sehe genügend, die bei rot über die Ampeln fahren, durch die Kreisel rasen, nicht blinken, Radfahrer abdrängen.
Nur, wer kontrolliert das ? Das Ordnungsamt macht gegen 16/17 Uhr Feierabend, Radfahrer ohne Licht werden nicht angehalten, an den Ampeln sieht man keine Ordnungskräfte, um dem vorzubeugen.


Bei vielen anderen Problemen ist aber auch unsere Stadt Seligenstadt schuld, am schlechten Verhalten der Radfahrer. Die Radfahrer in Seligenstadt werden regelrecht dazu gedrängt, ständig links zu fahren (linker Radweg z. B. im Trieler Ring, Westring, Dudenhöfer Straße, u. v. m.), ebenso wird man als Radfahrer ständig auf die Gehwege geschickt (siehe die vielen Kreisel in Seligenstadt: statt sicher durch den Kreisel zu fahren, muß man auf den Gehweg gehen).
Im April 2011 wurde von der Stadt Seligenstadt in der Presse verkündet: Seligenstadt soll Fahrradstadt werden.
Davon ist Seligenstadt sehr weit entfernt.
Professor Dr. Follmann hat bereits sehr viele Vorträge über den innerstädtischen Verkehr vorgestellt und dabei das Radfahren als sehr gute Alternative vorgestellt, aber es müssen auch die Voraussetzungen geschaffen werden. Seit sehr vielen Monaten und Jahren wird im Rathaus darüber diskutiert. Es gab im Herbst 2012 sogar eine Bürgerversammlung.
Nur, es tut sich nichts.
Wenn die Stadt Seligenstadt weiterhin sich so zurückhält, darüber redet aber nichts umsetzt, dann muß sich keiner wundern, wenn die Radfahrer sich ihren Weg suchen, die Stadt Seligenstadt zwingt die Radfahrer dazu und Herr Ramsauer bekommt seine Kampfradler.
Der Radfahrer will keinen Ärger, er will nur leicht von A nach B kommen, gibt man ihm die Infrastruktur, dann verhält er sich auch entsprechend. Autofahrer erhalten diese ja auch, warum nicht auch Radfahrer ? Wem gehört die Zukunft ?

Tschau
Martin Kolb


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